Lehrgang in Ekaterinburg, Russland im Mai 2018

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Lehrgang in Ekaterinburg:  Immer wieder eine Reise wert.

Die Anreise und Ankunft

Nach fast 4jähriger Pause war ich wieder einmal in Ekaterinburg, Russland, da mich Alexander Pisarkin und Viktor „Vitaliy“ Emelyanov zu einem Lehrgang mit Prüfungen eingeladen haben.

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Alecander Pisarkin und Vitaliy Emelyanov

Es war etwa mein 12. LG in Ekaterinburg, genau konnten wir das nicht mehr feststellen. Die lange Pause lag an der schweren wirtschaftlichen Krise in Russland und den Sanktionen, die den Kurs zum Euro von etwa 38 Rubel auf fast 80 Rubel haben hoch gehen lassen. Das Ticket etc. wurden für sie so sehr teuer. Trotzdem kam die Einladung nun.

Der Flug über Moskau und die Einreise am Donnerstag waren problemlos

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Flug nach Moskau

(nachdem ich mir wie üblich ein paar Monate vorher mein Visum für Russland besorgt hatte). Alexander und Vitaliy haben mich vom Flughafen abgeholt und wir sind erstmal in mein Appartment in einem großen Hochhauskomplex gefahren um das Gepäck abzulegen.


 

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Blick aus dem Apartement

Dann sind wir in ein usbekisches Restaurant gefahren, was ich schon gut kenne. Sehr leckeres Essen und es gab natürlich Mors, einen aus frischen Früchten gekochten Saft, der dann aber kalt getrunken wird. Sollte man in Russland mal probiert haben. Beim Essen haben wir dann über alte Zeiten und das bevorstehende Wochenende gesprochen.

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Beim Essen mit leeren Mors Gläsern

 

Die Prüfungen

Am Freitag morgens haben sie mich wieder abgeholt und wir sind zu dem Sportkomplex gefahren, wo das Training und die Lehrgänge seit vielen Jahren abgehalten werden.

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vlnr: Dieter Knüttel, Alexander Pisarkin, Viktor “Vitaliy” Emelyanov

Dort ist Vitaliy zu seiner Prüfung zum 4. Dan angetreten. Er war der einzige Prüfling und nach eigenen Angaben schlotterten ihm schon die Knie. Das war aber gar nicht nötig. Er hat die Prüfung sehr souverän absolviert, obwohl er die letzten 4 Jahre ohne Korrekturen und spezieller Dan Vorbereitung von meiner Seite verbracht hat. Wir sind vor 4 Jahren das Programm durchgegangen und er hat sich auf dieser Basis auf die Prüfung vorbereitet.

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4. Dan für Viktor “Vitaliy” Emelyanov

Sehr gut gemacht Vitaliy.

Alexander hatte sich aufgrund andere Projekte (Der Film „Kings Blade“, sein Philippinen Camp „Russian House“ und einiges mehr) nicht auf die Prüfung vorbereiten können. Er wird die Prüfung zum 4. Dan aber bei der nächsten Gelegenheit angehen.

Nach dem anschließenden Essen ging es dann nach Menatnyy. Dies ist ein kleiner Ort etwa 1 Stunde Fahrtzeit außerhalb von Ekaterinburg, wo Vitaliy unterrichtet und Alexander und er vor Jahren in einem kleinen Park die erste Statue von Lapu-Lapu außerhalb der Philippinen aufgestellt hatten.

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Lapu Lapu Statue in Menatnyy
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Mein Name auf der Tafel vor der Lapu-Lapu Statue

Zu deren Einweihung war ich damals auch eingeladen und ich war auch da.

Und Vitaliy hat Modern Arnis in Menatnyy zu einem Ereignis und einer Kampfkunst für die ganze Familie und Ortsgemeinschaft gemacht. Dort trainieren Eltern, Kinder und Jugendliche jedem Alters zusammen. Schaut euch das Video vom Anfängertraining hier an: Modern Arnis in Menatnyy.  Selbst der Chef der Stadtverwaltung hat schon den gelben Gürtel. Außergewöhnlich. Zur Prüfung sind 48 Teilnehmer/innen im Alter von 8 bis 50 Jahren und von Weiß- bis Blaugurt angetreten.

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Modern Arnis Prüfung in Menatnyy

Bei der Prüfung halfen mir Alexander und Vitaliy als Prüfer. Sogar ein kleiner 3jähriger war schon in Arnis Uniform da

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So klein und hat schon die roten Hosen an

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und hat an der Seite ein klein bisschen geübt. Mit seiner Mama.

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So klein und schon ein Arnisador

Erstaunlich zu sehen, dass es nicht nur Eislauf Mamas sondern auch Modern Arnis Mamas gibt, die bei der Prüfung ihere 7-8 jährigen immer wieder reingerufen und auch vorgemacht haben, was ihre Kinder zeigen sollen und wie die Technik ausgeführt werden soll. Das war ziemlich amüsant. Die Grün- und vor allem die Blaugurte haben dabei eine Prüfung hingelegt, die ausgezeichnet war und die den hohen technischen Stand des Arnis in Menatnyy unterstrich.

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Prüfung in Menatnyy

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Zum zweiten mal: gut gemacht Vitaliy.

Der Lehrgang

Da wir sehr spät (oder auch früh) in’s Bett kamen war ich froh drum, am Samstag erst um 12 Uhr abgeholt zu werden. Der Lehrgang ging um 13 Uhr los und es gab ein Wiedersehen mit etlichen Schwarzgurten, die ich schon über 10 Jahre kenne und lange nicht gesehen hatte. Aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage war es diesmal nur ein kleiner Lehrgang mit 12 Leuten, die aber um so motivierter waren.

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Die Modern Arnis Lehrgangsteilnehmer in Ekaterinburg

Zuerst habe ich mir einige Techniken zeigen lassen, (Du zeigst mir Deins, ich zeig‘ dir Meins) und habe dann in die genaue Ausführung der Techniken demonstriert und unterrichtet, was sehr gut aufgenommen wurde. Bei Hebeln und Entwaffnungen zählen nun mal auch kleine Details, die den Unterschied machen können. Dabei hat wie üblich Yuri Kalinin übersetzt, den viele aus dem DAV von den letzten Sommerlagern kennen, an denen er teilgenommen hat.

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Yuri Kalinin beim übersetzen

In der 2. Einheit habe ich Tapi-Tapi, mit programmieren und Ausnutzen der entsprechenden Reaktionen unterrichtet, was auch gut ankam. Anschließend waren wir in einem georgischen Restaurant in dem es „dumplings“, eine art Teigtasche gab, die nicht nur Hackfleisch sondern auch Suppe enthielt!

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Die georgischen “dumplings”

Beim reinbeissen musste man die Suppe schlürfen, sonst hätten man übel gekleckert. Aber interessant, witzig und lecker.

Am Sonntag fing das Training um 11 Uhr an. Zuerst habe ich auf Wunsch von Alexander die historische Entwicklung von der Entwaffnung auf Schlag 1 der 1. Serie unterrichtet.

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Entwaffnung auf 1, 1. Serie Alexander Pisarkin, ich und Sascha

Anschließend ging es über den Messer-Messer Drill Palusot zum Single Sinawali mit einem Stock und der freien linken Hand, die dann aus der Bewegung gefasst und gehebelt wurde. Auch bei dieser recht schmerzhaften Trainingseinheit wurde intensiv trainiert und immer wieder nachgefragt, wie die Hebel richtig funktionieren.

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Korrekturen in der Technik

Das habe ich ihnen dann gerne gezeigt. Zum Abschluß habe ich auf Wunsch der Teilnehmer die Zusammenhänge und Unterschiede von Modern Drill, Decadena und Modern Freestyle erklärt und demonstriert. Insgesamt wieder ein sehr schöner Lehrgang in einer guten Stimmung bei meinen und unserem russischen Freunden. Es ist schön zu sehen, dass das Prinzip der Modern Arnis Familie auch über die Landesgrenzen nach Russland funktioniert.

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Beim anschließendem Essen haben wir wieder sehr intensiv über die Vergangenheit und die Zukunft gesprochen.

Wir haben verschiedene Projekte diskutiert:                                              Realistische: der nächste LG in Sankt Petersburg, Geplante: das „Russian House“ Camp von Alexander Anfang Februar 2019, das über 2 Wochen geht und auf dem ich vorr. in der ersten Woche unterrichten werde.  Visionäre: ein LG am Baikal See, von dem wir aber noch nicht wissen, ob er überhaupt klappen wird.

Alexander hat uns auch ein großes Kompliment gemacht. Es kennt viele FMA Stile sehr gut und hat überall auf der Welt mit den verschiedensten Meistern und Großmeistern der unterschiedlichten Stile trainiert. Aber er sagt: „Die Struktur des Modern Arnis im DAV ist die beste der Welt.“                          Danke Alexander.

Nach GM Rene Tongsons Kommentar, der schon in 27 Ländern der Welt Arnis unterrichtet hat und dann sagt: „Der DAV is der am besten organisierte FMA Verband der Welt“ wieder ein tolles Kompliment für unsere Arbeit im DAV.  Einen Dank an alle im DAV, die dabei mithelfen.

Die Rückreise

Sonntag Abend wurde es spät und ich kam erst kurz vor 1 Uhr nachts ins Bett. Blöd, wenn der Flug um 6:20 abfliegt. Also um 5:00 am Flughafen sein und um sicher zubgehen dass ich rechtzeitig da bin, sollte ich um 4 Uhr abgeholt werden. Der Wecker ging um 3:45 und das ist nicht lustig.

Ich habe meine Sachen gepackt und war um 4 Uhr bereit zur Abfahrt. Ich bin schon sehr häufig sehr früh in Russland geflogen und wurde immer überpünklich abgeholt.

Um 4:00 Uhr war niemand da. Um 4:15 Uhr nicht, um 4:30 auch nicht.

Ich habe per WhatsApp Nachrichten gesendet. Die wurden auch zugestellt, aber nicht gelesen. Gut dass man das erkennen kann.

Ich wurde langam nervös. Gegen 4:50 Uhr habe ich sie versucht anzurufen. Eine Person war nicht zu erreichen. Ich hatte noch Alexanders Rucksack in meiner Wohnung und musste den Schlüssel abgeben. Auch deshalb ging kein Taxi. Ich hätte es auch weder anrufen, noch es in Rubel bezahlen können.

Ich habe dann Vitaliy angerufen und es war wirklich gut, dass er von meinem Anruf aufgewacht ist. Die Kommunikation war sehr schwierig, da Vitaliy NUR russisch spricht und ich außer 10 Worte kein russisch spreche. Aber da er nun wach war und es Gott sei dank sowohl den Google Übersetzer gibt und ich im Appartment auch Wlan hatte, konnte die weitere Kommunikation über Whatsapp in kyrillisch stattfinden. Es schrieb er kommt.

Um 5:10 war er da. Wie eng es zeitlich war wurde mir nochmal klar, als er mir entgegen gerannt kam, meine Tasche nahm und damit zum Auto zurück rannte. Ich nichts wie hinterher.

5:12.

Der Check in für meinen Flug endete um 5:40. Das Navi zeigte als Fahrzeit zum Flughafen 24 Minuten an. In der Stadt war um 5 Uhr morgens kein Verkehr und das war auch gut so. Vitaly schaffte die 24 Minuten in 18 Minuten. Wir waren beide froh, dass wir auf dem Weg kein Polizeiwagen getroffen haben. Ankunft am Flughafen

5:30.

Dann warten in der Autoschlange um auf den Parkplatz zu kommen.

5:32.

Dann sind wir zum Flughafengebäude gerannt. Warten auf das Durchleuchten des Gepäcks und bei der Sicherheitskontrolle, beides am Eingang des Flughafens vor dem Check-in.

5:36

Hin zum Check-in Schalter an dem schon keine Fluggast mehr stand. Da der Flughafen recht klein ist war der Weg nicht lang. Dann konnte ich mein Gepäck aufgeben und bekam meine Bordkarte.

5:40

Ich bin dann durch die Sicherheitskontrollen zu meinem Gate gegangen und 2 Minuten nachdem ich da war begann das boarden.

Puh, das war knapp.

Zum dritten mal: Danke Vitaliy für diese Autofahrt, die ein kleiner Höllenritt war.

Das Umsteigen in Sankt Petersburg war wieder problemlos und so bin ich dann 15 Minuten vor der Ankunftszeit um 10:00 in Düsseldorf gelandet. Alle Flüge mit Aeroflot sind auf die Minute pünktlich gestartet und kamen vor der geplanten Ankunftszeit an.

Fazit

Es war schön nach 4 Jahren wieder da zu sein, die Kontakte aufzufrischen und neue Pläne zu machen. Lehrgänge in Russland: immer wieder eine Reise wert, aber den Stress vor dem Abflug hätte ich nicht gebraucht.

Dieter Knüttel

Text Dieter Knüttel, Fotos Copyright Dieter Knüttel

Das 9. FMA Festival in Bohol, Philippinen im März 2018

9. FMA Festival, Philippinen 2018, Bohol, GM, Datu Dieter, Dieter Knüttel

Das 9. FMA Festival in Bohol, Philippinen

Das 9. FMA Festival ist vorbei und man kann nur sagen, dass es ein voller Erfolg war. Die knapp 110 Teilnehmer/innen kamen aus 14 Nationen, davon ca. 70 aus Kanada, USA, Brasilien, Frankreich, England, Schottland, Finnland, Deutschland, Rumänien, Australien, Japan, Pakistan, Hong Kong. Die restlichen 40 Teilnehmer/innen kamen aus den Philippinen.

FMA9, FMA Festival 2018, Bohol, Philippinen
Gruppenfoto Gala Night

Doch von Anfang an:

GM Bambit Dulay veranstaltete am Freitag und Samstag vor dem FMA Festival sein erstes Modern Arnis Tapi-Tapi gathering, zu dem auch ca 70 Personen kamen. Die Stimmung war gut und das Training intensiv und neben philippinischen Trainern konnten auch etliche Ausländer unterrichteten, wie z.B. Ed Kwan aus den USA, Jason Bassels aus Kanada, Micael d‘Arcy aus Australien, Brian Zawilinski aus den USA und andere. Aus Deutschland unterrichteten Jörg Karpa aus Schloß Holte und ich.

Ausschnitt aus meinem Tapi-Tapi Unterricht in Luneta Park

FMA9, FMA Festival 2018, Luneta, Rizal Park, Manila, 1. MATTI-Gathering
Gruppenfoto Trainings-Gruppe MATTI Gathering Luneta

Diese Veranstaltung war speziell für Filipinos gedacht, die nicht zum FMA Festival nach Bohol reisen konnten und fand im japanischen Garten im Rizal Park (Luneta) in Manila statt.
Am Nachmittag wurde dann unter der Aufsicht von GM Bambit Dulay und einigen weiteren Meistern eine große Prüfung mit ca. 30-35 Teilnehmern abgehalten. Der Einblick in das Programm und die Ausführungen der MATTI-Gruppen waren sehr spannend, so dass wir die gesamte Prüfungszeit interessiert zuschauten. Nach der Verleihung der Graduierungen wurden die traditionellen Schläge auf den Gluteus Maximus verteilt. Auf den Philippinen wird diese Tradition bereits bei den Schülergraden angewendet und statt mit dem Stock auch mit dem Gürtel ausgeführt. Auch dürfen alle anwesenden Schwarzgurte der Reihe nach ihre Runde machen.

Während dieses Gatherings bekamen die anwesenden Schwarzgurte die „Lakan Dula“ Medaille verliehen. Hier mehr dazu auf englisch:  https://descendantsoflakandula.blogspot.nl/2018/03/the-lakan-bunao-dula-medallion-of.html?m=1.

FMA9, Philippinen 2018, Manila, Manila Pavillion, Brand Hotel
Lakan Medallien Träger

Aus Deutschland waren dies Sebastian Wales, Jörg Karpa und ich sowie Laurent Hit aus Frankreich, den man ja auch zum DAV zählen kann.

9. FMA Festival, Philippinen 2019, MATTI Gathering, Lakan Dula DAV
DAV Mitglieder, die die Lakan Dula Medallie erhalten haben mit GM Bambit Dulay und G;M Brian Zawilinski

Selbst der philippinische Präsident Duterte hat auf seiner Facebook Seite über die Verleihung mit Foto und Namensnennung berichtet.

FMA9, Philippinen 2018, Manila, Manila Pavillion, Brand Hotel
Facebook Eintrag von Präsident Duterte

Dieses Gathering soll demnächst immer vor den FMA Festivals abgehalten werden. Eine tolle Möglichkeit für Teilnehmer/Inen des FMA Festivals, noch mehr Training auf den Philippinen zu bekommen.

Am Sonntag morgen wollten wir, GM Brian Zawilinski und ich, zu GM Rodel und seinem Training nach Luneta gehen.
Wir frühstückten im Hotel, fragten an der Rezeption etwas und fuhren mit dem Fahrstuhl zu unserem Zimmer 923 im 9. Stock . 5 Minuten später fuhren wir mit dem Fahrstuhl wieder runter und als sich die Fahrstuhltür öffnete, war die Lobby und Rezeption leer und voller Rauch. Mehr Rauch kam von links aus dem hoteleigenen Casino in die Lobby: Unser Hotel brannte!!
Brian und ich durchquerten die Lobby so schnell wie möglich und standen dann vor unserem Hotel und sahen die Flammen und den Rauch aus dem Hotel-Casino kommen.

FMA9, Philippinen 2018, Manila, Manila Pavillion, Brand Hotel
Rauch aus den Manila Pavillon Hotel

 

Als wir draußen waren, war noch kein Feuerwehrwagen vor Ort. Nach ein paar Minuten kam eines, der Fahrer, der ausstieg, hatte Flip-Flops, kurze Hose und ein Unterhemd an. Wir dachten, wenn das der Maßstab für die Feuerwehr hier ist, dann gute Nacht.
Aber es kamen immer mehr Löschfahrzeuge und Kankenwagen.
Wir sind dann zu GM Rodel gegangen, der anschließend sein erstes Buch vorstellte.
Als wir anschließen zurück zum Hotel kamen, standen da schätzungsweise 20-25 Löschfahrzeuge und ebensoviele Krankenwagen. 

FMA9, Philippinen 2018, Manila, Manila Pavillion, Brand Hotel
Feuer im Manila Pavillon Hotel
FMA9, Philippinen 2018, Manila, Manila Pavillion, Brand Hotel
Feuerwehrmann bei der Arbeit
FMA9, Philippinen 2018, Manila, Manila Pavillion, Brand Hotel
Löschfahrzeuge vor dem Manila Pavillion Hotel

Es wurde klar, dass dies ein größerer Brand war, als wir zuerst dachten. Blöd war, dass alle unsere Sachen noch im Hotel waren. Und ich meine ALLE Sachen: Pässe, Geld, Tickets, Brians Handy, der größte Teil meiner Foto-Ausrüstung und die ganze mitgebrachte Kleidung.
Und für Montagmorgen um 06:00 hatten wir einen Flug nach Bohol gebucht, da das FMA Festival Montag Mittags anfangen sollte.
Es kam anders für Brian und mich.

Wir wurden in ein anderes Hotel zu Registrierung, Verpflegung und Umbuchen der Flüge gebracht. Aber Umbuchung auf wann?
Es gab wenig verlässliche offizielle Informationen. Da war es gut, dass Wilma Dulay, die Frau von GM Bambit Dulay, sich unser annahm und uns mit Tek Victoria bekannt gemacht hat. Der hatte Beziehungen zur Feuerwehr und arbeitete bei der Security im Präsidentenpalast. Von da an bekamen wir zuverlässigere Aussagen. Offiziell wurde gesagt, wir könnten evtl. unsere Sachen noch Sonntag Abend bekommen. Teks Aussage: keine Chance, es brennt noch. Er hatte Recht und so wurden wir ins Manila Hotel für die Nacht gebracht. Gewehrt haben wir uns nicht, da es das beste 5 Sterne Hotel in Manila ist.

FMA9, Philippinen 2018, Manila, Manila Pavillion, Brand Hotel
Lobby vom Manila Hotel
FMA9, Philippinen 2018, Manila, Manila Pavillion, Brand Hotel
Blick vom Manila Hotel Zimmer

Am Montag ging es für die Teilnehmer nach Bohol. Hier Ausschnitte aus dem Reisebericht von Basti Wales,

„Am Montag ging es dann gegen 3:00 Uhr nachts mit dem Taxi zum Flughafen. Dabei hatten wir wieder viel Unterstützung bei der Organisation durch einige Schüler von GM Bambit. Vielen Dank dafür. Der Flug nach Bohol startete um 6:00 Uhr und dauerte gut eineinhalb Stunden. GM Dieter und GM Brian hatten es leider nicht geschafft mitzufliegen, da sie nach dem Hotelbrand in Manila noch auf ihr Gepäck und ihre Pässe warten mussten. In Bohol sind wir dann auf dem sehr kleinen und gemütlichen Flughafen gelandet. Es gab im Grunde nur ein kleines Gebäude mit zwei Räumen, einer für die Ankunft, einer für den Abflug. Mit mehreren Vans wurden wir dann zum Resort gebracht.

Nach dem Checkin im Hotel war noch die Registrierung zum 9. FMA World Festival zu erledigen. Der Empfang war wie beim letzten Mal absolut familiär. Es ist kaum zu beschreiben, wie toll es ist, wenn sich Menschen aus 14 Nationen teilweise erst nach zwei Jahren wiedersehen, es hagelt Begrüßungen, Umarmungen und viele tolle Gespräche. Im Anschluss bin ich erst mal eine Runde durch das tolle Resort gegangen.

FMA9, Philippinen 2018, Bohol, Dumaluan Resort
Dumaluan Resort

Der Weg vom Haus zum Strand im Dumaluan Beach Resort

Das Resort liegt direkt am Strand mit einigen Bungalows und zwei größeren Häusern zwischen vielen Palmen. Der super weiße Strand mit türkisblauem Wasser ist mir sofort ins Auge gesprungen.

FMA9, Philippinen 2018, Bohol, Dumaluan Resort
Der Strand vor dem Dumaluan Resort
FMA9, Philippinen 2018, Bohol, Dumaluan Resort
Blick aufs Meer vom Dumaluan Resort

Nach dem ersten leckeren Mangoshake bin ich dann auch gleich mal ins Wasser gesprungen. Das Wasser war angenehm warm und die Sonne schien, ein traumhafter Ort, was will man mehr? Das Mittagessen sowie alle weiteren Mahlzeiten in den kommenden Tagen wurden als Buffet nur 10 Meter vom Strand entfernt aufgetischt. Das Essen war vielseitig und gut gewürzt, ich kann nur positiv davon berichten.
14 bis 18:30 Uhr fanden dann die ersten Trainingseinheiten direkt am Strand unter Palmen statt. Die Teilnehmer wurden in drei Gruppen aufgeteilt und die Instruktoren haben nach jeweils 90 Minuten zur nächsten Gruppe gewechselt.“

Unterrichtet hat eine Mischung aus philippinischen Meistern und Großmeistern wie GM Rene Tongson, GM Bambit Dulay, GM Peachie Barong, GM Max Pallen, GM Nestee Luis und anderen, sowie auch westliche Lehrer wie GM Brian Zawilinski, GM Bram Frank, Master Michael Bates, Master Tomi Harell, Master Ed Kwan, sowie ich und noch einige andere.

FMA9, Philippinen 2018, Bohol, Dumaluan Resort, Rene Togson
GM Rene Tongson
FMA9, Philippinen 2018, Bohol, Dumaluan Resort, GM Bambit Dulay
GM Bambit Dulay
FMA9, Philippinen 2018, Bohol, Dumaluan Resort, GM Datu Dieter Knüttel
GM Datu Dieter Knüttel
FMA9, Philippinen 2018, Bohol, Dumaluan Resort, GM MoTT Brian Zawilinski
GM MoTT Brian Zawilinski
FMA9, Philippinen 2018, Bohol, Dumaluan Resort, GM Bram Frank
GM Bram Frank
FMA9, Philippinen 2018, Bohol, Dumaluan Resort, GM Tomi Harell
GM Tomi Harell

Es fand die ganze Bandbreite der FMA statt: waffenlos, Hebeltechniken, Einzelstock, Doppelstock, Espada y Daga, Machete, Messer etc. man kann sagen, dass alle viel gelernt haben, egal wielange sie schon FMA betreiben.

Nun wieder Basti Wales:

„Am Abend fand das Willkommensdinner mit einigen Willkommensreden und den organisatorischen Anmerkungen statt. Danach konnte man sich bei guter Livemusik und nicht immer den Ton treffenden Karaoke-Einlagen sowie leckeren Mangoshakes den Abend über vergnügen.
Am Dienstag bin ich gegen 5:30 aufgestanden, um mir den Sonnenaufgang am Strand anzusehen. Google teilte mir die genaue Uhrzeit mit: 5:48 Uhr. Der Himmel leuchtete in einem hellen zarten Blau. Bis auf einige wenige Wolken weit draußen im Meer war die Sicht sehr klar und eine kühle Brise zog über den Strand. Einige Boote lagen in Ufernähe im Wasser und eine Gruppe Hunde spielte am Strand und genoss ihre Freiheit. Als die Sonne dann endlich auftauchte, färbte sich der Himmel in vielen verschiedenen Gelb-, Rot- und Orangetönen, im Wasser spiegelten sich die Sonnenstrahlen und man spürte sofort die wärmende Kraft der Sonne im Gesicht. Das sollte Jeder mal erlebt haben.“

FMA9, Philippinen 2018, Bohol, Dumaluan Resort
Sonnenaufgang am Dumaluan Resort

Während die Teilnehmer/innen des Camps im Training schwitzen, sind Brian und ich wieder in ein anderes Hotel gebracht worden. Leider nicht so schön wie das Manila Hotel. Die Info am Vormittag lautete, der Brand ist gelöscht, wir bekommen unsere Sachen abends. Unsere internen Infos: es brennt noch. Was stimmte.
Der Brand war am Montag 11:00 offiziell gelöscht. Nachmittags hieß es, die Sachen werden rausgebracht. Dann: Dabei hat man Rauch entdeckt. Alles wieder auf 0.

FMA9, Philippinen 2018, Manila, Manila Pavillion, Brand Hiotel
Das Hotel nach dem Brand
FMA9, Philippinen 2018, Manila, Manila Pavillion, Brand Hiotel
Das Casino von vorne nach dem Brand
FMA9, Philippinen 2018, Manila, Manila Pavillion, Brand Hiotel
Das Hotel und das Casino nach dem Brand

Wir wussten wieder nichts. In der Zwischenzeit hat Wilma Dulay immer Druck gemacht, dass es wichtig sei, Zimmer 923 zuerst zu räumen und so.
Montag Abend Info von Tek (er hat über die Feuerwehr des Präsidenten Druck gemacht): Dienstag morgens vor 7 in der Brandzentrale vor dem Hotel sein, dann bekommen wir unsere Sachen. … Und täglich grüßt das Murmeltier….
Wir waren da, Teks Kontaktmann aber nicht. Aber wir hatten Wilma. Sie hat wieder geredet und geredet, bis wir den Feuerwehrchef ins Walkie talkie sagen hörten: „Priority to room 923. You have 15 minutes to bring the luggage down“
Und nach 15 Minuten, wir trauten unseren Augen kaum, kamen tatsächlich 3 Feuerwehrleute und brachten unsere Sachen. Stinkend vor Rauch, feucht von der Sprinkleranlage, aber komplett mit Geld, Reisepass und allem Anderen.
Wir waren sehr erleichtert, wie man sich vorstellen kann.

FMA9, Philippinen 2018, Manila, Manila Pavillion, Brand Hotel
Brian und ich mit unseren Sachen
FMA9, Philippinen 2018, Manila, Manila Pavillion, Brand Hotel
Wilma Dulay mit Brian und mir und dem Gepäck
Wilma Dulay mit Brian und mir und dem Gepäck
Brian und ich – ein gutes Team auch unter Stress!

Dann wurde der Flug umgebucht und nach viel hin und her saßen wir nachmittags im Flugzeug nach Bohol, wurden abgeholt und trafen gegen 17:00 im Camp ein. Die Sachen haben wir zum Waschen erstmal weggegeben (und am Freitag Nachmittag wiederbekommen)
Und dann fing das Camp auch für uns an.

Mittwoch wurde wieder viel trainiert, wobei Brian und ich auch unterrichteten. Eigentlich freuten wir uns auf ein Training am Strand, aber wegen eines kleinen Unwetters mussten wir im klimatisierten Ballsaal unterrichten.
Dann wurde gegessen und viel geredet. Das Essen war wirklich gut und man fand immer viele Gesprächspartner aus vielen Ländern, um Freundschaften zu knüpfen oder zu festigen.

Donnerstag war der Tag für den Ausflug, um Bohol kennenzulernen, den die meisten Teilnehmer mitmachten.

Ferdinand Misko scheibt:

„Wir fuhren um 08:00 zu den beeindruckenden Chocolate Hills, besuchten den Tarsierpark (die kleinsten Affen der Welt) und nahmen anschließend ein Buffet auf der sehr entspannenden Loboc River Bootsfahrt ein. Ein sehr schöner Tag auf der Insel“

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Die Chocolate Hills von Bohol
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Panorama Chocolate Hills
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Ein Tarsier auf Bohol. Der kleinste Affe der Welt
FMA9, Philippinen 2018, Bohol, Lombok River
Lombok River auf Bohol
FMA9, Philippinen 2018, Bohol, Lombok River
Lobok River cruise
FMA9, Philippinen 2018, Bohol,
Tinikling. Der richtige Rythmus ist wichtig.

Ich hatte mir eine Auszeit genommen und habe 2 Tauchgänge vor dem Strand von Panglao gemacht, was sehr entspannend war.

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Tauchen in Bohol
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Ein Feuerfisch
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An der Kante
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Nemo lebt !

Der Freitag stand wieder ganz im Zeichen des Trainings, wobei der Schwerpunkt an diesem Tag auf dem Bereich Messer lag.

FMA9, Philippinen 2018, Bohol,
Training am Strand

Am Freitag Abend fand die Gala Night statt, auf der wieder geehrt, demonstriert, gut gegessen und geredet wurde.
Ich bekam die „Remy A. Presas Award“, was eine große Ehre ist.

FMA9, Philippinen 2018, Bohol, Remy A. Presas Award
Ich erhalte die Remy A. Presas Award von GM Rene Tongson.
FMA9, Philippinen 2018, Bohol, Remy A. Presas Award
Die Remy A. Presas Award

Laurent, der 6 Schüler/innen aus Frankreich zum Festival mitgebracht hatte, hatte Geld gesammelt und für eine Schule in Bohol einen Computer, 2 Laptops und einen Drucker gespendet. Tolle Aktion, Laurent!

FMA9, Philippinen 2018, Bohol,
Laurent übergibt die gespendeten Computer an den Schulleiter der Schule von Bohol.

Ich hatte über Michael Bates der Modern Arnis Hall of Fame Foundation die Möglichkeit, Laurent Hit aus Frankreich in die Modern Arnis Hall of Fame aufnehmen zu lassen. Glückwunsch, Laurent!

FMA9, Philippinen 2018, Bohol,
Laurent Hit wird in die Modern Arnis Hall of Fame aufgenommen

Es ging weiter mit Demonstrationen der unterschiedlichen Delegationen. Ich habe eine kleine Modern Arnis Demo mit Jörg Karpa und Sebastian Wales gemacht.

Weiterhin wurden Brasilien, Finnland und Rumänien offiziell in die Worldwide Family of Modern Arnis, WFMA, aufgenommen.

Ein rundum gelungener Abend.

Hier das Fazit einiger Teilnehmer:

Fredinand Misko:
„Alles in allem war FMA 9 ein sehr kurzweiliges wiedermal lehrreiches, von Freundschaft geprägtes Festival. Dank an alle Beteiligten, vor allem an die im Hintergrund unsichtbare Organisation und Ausführung des Events.“

Alexander Borowski:
„Das 9. FMA Festival war für mich eine traumhafte Woche. Es war eine große Ehre, die Großmeister erleben zu dürfen.
Das Training auf dem schattigen Trainingsplatz sowie die Unterbringung waren sehr angenehm, sodass man sich noch lange entspannt in den Abendstunden beim Mangoshake austauschen konnte.
Die Gala Night stellte durch das Beiwohnen der Ehrungen, Ernennungen und Präsentationen ein weiteres Highlight dar.
Ich hoffe, dass ich beim nächsten Festival wieder dabei sein darf!“

Sebastian Wales:
„Das 9. FMA World Festival in Panglau, Bohol auf den Philippinen hat sich gelohnt. Ich habe viele Freunde aus der ganzen Welt wiedergesehen und ebenso viele neue Freundschaften geschlossen. Die ganze Gruppe war wie eine große Familie. Das Training war super, wann hat man schon mal die Gelegenheit, mit so vielen unterschiedlichen Meistern und Großmeistern zu trainieren? Das Resort war perfekt, das Essen lecker, das Wetter war traumhaft und die Mangoshakes waren so gut, dass sie am Mittwoch gegen Mittag bereits ausverkauft waren. Ich freue mich schon auf das Jubiläumscamp 2020 auf den Philippinen und kann nur Jedem empfehlen, daran teilzunehmen.“

Auch von meiner Seite war das Festival trotz aller Widrigkeiten am Anfang ein voller Erfolg. Warum?

Zum Einen, weil wir durch den Brand des Hotels wieder einmal die unglaubliche Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft der Filipinos am eigenen Leib erleben durften.

Zum Anderen:
Alfred Plath und ich sind die „Erfinder und Gründer“ des FMA Festivals. Die ersten beiden fanden 2002 in Mönchengladbach und 2004 in Dortmund statt.
Dann haben wir den Staffelstab an die Filipinos weitergegeben. Und nun zu sehen, dass sich daraus ein festes Event gebildet hat, zu dem viele Teilnehmer/innen aus der ganzen Welt wieder und wieder anreisen, ist toll.
So habe ich alte Freunde aus den USA, Kanada, Hong Kong, Japan und den Philippen wiedergetroffen, die teilweise schon das 5. Mal an einem FMA Festival teilgenommen haben.
Aber mindestens genauso schön war die Tatsache, dass viele neue Länder dazugekommen sind. Vor allem Finnland und Rumänien und Brasilien fand ich interessant und mit Finnland, Kanada, USA und Rumänien habe ich mich besonders ausführlich unterhalten können. Das hat Potential für die nächsten FMA Festivals und vielleicht sehen wir einige Teilnehmer/innen aus diesen Ländern auf unserem DAV-Sommerlager wieder.

Noch ein paar Worte zur Sicherheitslage:
Ich weiß, dass nicht wenige DAVler Interesse gehabt haben, mitzukommen, aber wegen der Sicherheitslage nicht mitgefahren sind. Diese Bedenken muss man respektieren. Beim 8. FMA Festival waren wir 36 DAV Teilnehmer/innen, dieses Mal waren wir deshalb leider nur 10, plus Jürgen aus Hong Kong und 7 Teilnehmer/innen aus Frankreich, die wir durchaus dem DAV zurechnen können, also 18.

FMA9, Philippinen 2018, Bohol,
Die DAV Teilnehmer am 9. FMA Festival in Bohol, ohne Jürgen aus Hong Kong und ohne Laurents Gruppe aus Frankreich

Zur Sicherheitslage ist nun zu sagen, dass wir uns die ganze Zeit völlig sicher gefühlt haben und es keinerlei Zwischenfälle gab, sei es von Seiten der Abu Sayyaf noch von Seiten der Drogenfahnder von Präsident Duterte.
Alles war ruhig und friedlich.

Aber die Organisatoren nehmen die Bedenken und Sorgen Ernst und so ist geplant, das 10. FMA World Festival 2020 weiter im Norden, vorr. auf Luzon zu veranstalten. Und nicht nur das: es wird überlegt, das Festival um einen Tag zu verlängern und mit dem Gathering von GM Bambit am Wochenende vor dem FMA Festival in Manila besteht dann die Möglichkeit für noch mehr Training auf den Philippinen.

Das heißt schon mal sparen und den Termin blockieren, sobald er bekannt wird, so dass wir dann wieder mit einer starken DAV Gruppe zum 10. FMA Festival 2020 auf die Philippinen reisen können.

In diesem Sinne:
Mabuhay

Dieter Knüttel

Texte auch von Sebastian Wales, Ferdinand Misko und Alexander Borowski,
Fotos copyright Dieter Knüttel, Sebastian Wales

Hallo und willkommen auf meiner neuen Homepage.

Ich freue mich, dass du dich für mich und mein Modern Arnis interessierst.
Die Seite ist noch nicht ganz fertig und wird immer weiter ergänzt, so dass du immer mal wieder reinschauen solltest, um Neuigkeiten zu erfahren. Über Kommentare und Anregungen würde ich mich freuen.

Dieter Knüttel